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Woher stammt Shiatsu und was bedeutet es?
Shiatsu wurde vor über 2'000 Jahren in Japan entwickelt. Die Körpertherapie basiert auf den Erkenntnissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ihre Wurzeln liegen in der Tuina Massage-Technik. Zudem integriert die ganzheitliche Form der Körperarbeit auch moderne westliche Techniken aus der manuellen Therapie. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gehört Shiatsu zu den anerkannten Komplementärtherapien. Wörtlich übersetzt heisst Shiatsu «Fingerdruck». Durch einen sanften, tiefwirkenden Druck auf die Meridiane (Energiebahnen des Körpers) werden Blockaden gelöst und die Selbstheilungskräfte angeregt. Jutta Gliese praktiziert in ihrer Gesundheitspraxis Schenkon Shiatsu nach Shizuto Masunaga, das sogenannte Zen Shiatsu.
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Was unterscheidet Meridian-Shiatsu nach Masunaga von anderen Formen?
Im Meridian-Shiatsu nach Masunaga werden die Meridiane in ihrem gesamten Verlauf am Körper behandelt. Diese Arbeitsweise ermöglicht ein differenziertes Wahrnehmen von Fülle- und Leere-Zuständen und eine individuelle abgestimmte Behandlung.
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Was unterscheidet Shiatsu von einer klassischen Massage?
Klassische Massagen lockern vor allem Muskeln und fördern die Durchblutung. Shiatsu ergänzt den Effekt mit dem gezielten Ausgleich des Energieflusses (Ki). Mit tiefwirkendem, wohltuendem Druck werden Verspannungen gelöst und gleichzeitig Körper und Geist entspannt. Shiatsu ist ideal zur Linderung von Beschwerden, zur Stressbewältigung oder einfach, um seine eigene Körperwahrnehmung zu optimieren und sich etwas Gutes zu tun. Und: Im Gegensatz zur klassischen Massage sind Sie während der Shiatsu-Behandlung bekleidet.
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Ist eine Shiatsu-Behandlung für alle geeignet?
Ja, Shiatsu ist für alle geeignet; Baby, Kind sowie Männer und Frauen jeden Alters. Die Therapiemethode kann sanft angepasst werden, sodass Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und gesundheitlichen Vorbelastungen davon profitieren können. Ausserdem ist Shiatsu eine ideale Unterstützung für schwangere Frauen.
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Bei welchen Beschwerden kann Shiatsu unterstützen?
Shiatsu wird häufig in Anspruch genommen bei innerer Unruhe und Stressbelastung, bei Schlafschwierigkeiten, Rücken- und Spannungsthemen sowie emotional herausfordernden Lebensphasen.
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Kann Shiatsu präventiv sinnvoll sein?
Ja. Viele Menschen nutzen Shiatsu zur Gesundheitsförderung, zur Stabilisierung in belastenden Zeiten oder für ihr allgemeines Wohlbefinden und um regelmässig in Kontakt mit ihrem Körper zu bleiben.
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Ist die Wirkung von Shiatsu wissenschaftlich belegt?
Die energetische Körpertherapie Shiatsu wirkt auf das biomagnetische Feld des Menschen; auf den Herzschlag, die Muskeln und das Gehirn. Durch sanften Druck während der Behandlung entsteht im Bindegewebe eine Druckelastizität, die sogenannte Piezoelektrizität. Dies sorgt dafür, dass jeder magnetische Impuls durch eine Berührung ans Gehirn weitergeleitet wird. Auf der Webseite der Shiatsu Gesellschaft Schweiz wird eine ausführliche Sammlung an Forschungsprojekten und deren Ergebnisse publiziert.
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Ist Shiatsu ein Ersatz für medizinische Behandlungen?
Nein, die Komplementärtherapie ist eine optimale Unterstützung respektive Ergänzung von schul- und alternativmedizinischen Behandlungen. Falls Sie in medizinischer Behandlung sind, kann Shiatsu allfällige Nebenwirkungen von Medikamenten lindern respektive die Wirkung von Medikamenten verbessern, den Heilungsprozess beschleunigen sowie Ihr Wohlbefinden während der Genesungsphase steigern. Bitte beachten Sie: Shiatsu ist kein Ersatz für eine medizinische oder psychiatrische Behandlung, insbesondere bei akuten oder schweren Erkrankungen. Als Therapeutin verpflichte ich mich, medizinische Behandlungen weder zu unterbrechen noch zu modifizieren. Und ich stelle keine medizinischen oder psychologische Diagnosen.
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Was soll ich für eine Shiatsu-Behandlung anziehen?
Ich behandle Sie am bekleideten Körper. Bitte bringen Sie bequeme Kleindung, beispielsweise eine Jogginghose oder Leggings, ein angenehmes Oberteil aus Baumwolle und frische, warme Socken mit. Zum Umziehen stehen Räumlichkeiten zur Verfügung. Optional können Sie während der Therapie eine Maske tragen.
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Wie läuft eine Shiatsu-Therapie ab?
Vor der ersten Behandlung sprechen wir über Ihre aktuelle Lebenssituation, Ihre Beschwerden respektive Ihre Krankheitsgeschichte und Ihre individuellen Anliegen. Gemeinsam legen wir ein Ziel fest, das uns als Orientierung für die weiteren Behandlungen dient. Im Anschluss starte ich mit der Befunderhebung über die Meridianzonen am Bauch. Jede Shiatsu-Therapie ist individuell gestaltet, im Dialog mit dem, was im Moment präsent ist. Während der Shiatsu-Behandlung in der Gesundheitspraxis Schenkon liegen Sie auf einer weichen Matte. Als Shiatsu-Therapeutin nehme ich den energetischen Zustand der Meridiane wahr, ertaste Blockaden oder energiearme Zonen. Mit achtsamen Berührungen der Hände und Finger, Ellenbogen und Knie sowie sanften Dehnungen und Rotationen verschiedener Körperpartien übe ich gezielten, tiefwirksamen Druck auf Körperstrukturen und Meridiane aus. So wird der Energiefluss im ganzen Körper ausgeglichen und die Selbstregulation unterstützt. Am Ende der Sitzung besprechen wir Ihre Wahrnehmungen und übertragen hilfreiche Impulse in Ihren Alltag.
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Was spürt man während einer Shiatsu-Behandlung?
Klientinnen und Klienten nehmen die Berührung auf verschiedenen Ebenen wahr: Sie spüren, wie ihr Körper auf die Behandlung reagiert und wie sie dabei zur Ruhe kommen. Fragen zum aktuellen Körperempfinden während der Behandlung unterstützten Sie darin, die Geschehnisse im eigenen Körper sowie Muster, Gefühle und Bedürfnisse zu erspüren und sich selbst bewusster zu machen. Denn: Selbstwahrnehmung ist ein wesentlicher Aspekt für die Genesung. Die Selbstwahrnehmung erlaubt Ihnen, in Kontakt mit Blockaden in Gefühls-, Denk,- Haltungs- oder Handlungsmuster zu kommen. Während und nach einer Behandlung fühlen Sie sich wohlig-entspannt – oft wird sogar von einem tiefen Glücksgefühl berichtet.
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Ist eine Shiatsu-Behandlung schmerzhaft?
Shiatsu ist in der Regel angenehm und ruhig. Die Intensität wird individuell angepasst. Manchmal können empfindliche Bereiche spürbar sein. Dies geschieht immer achtsam und in Rücksprache.
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Wie lange dauert eine Shiatsu-Behandlung?
Die erste Behandlung dauert 75 Minuten, Folgesitzungen jeweils 60 Minuten.
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Wie oft sollte ich eine Shiatsu-Therapie machen?
Shiatsu ist eine Prozessarbeit. Je nach Anliegen und Prozess begleite ich Sie über einzelne Shiatsu-Sitzungen oder über einen längeren Zeitraum hinweg. Ich empfehle, mehrere Sitzungen in regelmässigen Abständen zu nutzen; einmal im Monat, einmal pro Halbjahr oder regelmässiger. Eine Behandlungsserie umfasst üblicherweise 8 bis 10 Termine und führt oft zu sehr positiven Veränderungen. Sinnvollerweise finden die ersten Behandlungen im wöchentlichen oder zweiwöchigen Abstand statt. Wie oft und in welchen zeitlichen Abständen Sie eine Shiatsu-Therapie geniessen möchten, entscheiden Sie.
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Wird Shiatsu von der Krankenkasse übernommen?
Shiatsu ist in der Schweiz als Methode der Komplementär-Therapie anerkannt. Viele Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten. Bitte klären Sie die Höhe der Kostenübernahme direkt mit Ihrer Versicherung ab.